Ein Großeinsatz mit rund 1300 Polizistinnen und Polizisten hat Hamburg am Halloweenabend beschäftigt. Nach einer Demonstration gegen die Wehrpflicht eskalierte die Lage vor allem in St. Georg und rund um den Hauptbahnhof. Einsatzkräfte wurden massiv mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen beworfen. Zudem versuchten Gruppen, Barrikaden zu errichten und Straßen mit Baustellenmaterial, Unrat und Elektrokleinstfahrzeugen zu blockieren. Die Polizei setzte mehrfach Wasserwerfer ein.
Ausgangspunkt war der Aufzug unter dem Motto „Gegen Wehrpflicht – GenZ regelt!“. Rund 6700 Menschen zogen vom Jungfernstieg in Richtung Lohmühlenstraße. Bereits während der Demonstration kam es zu ersten Zwischenfällen. Einzelne Teilnehmer zündeten Pyrotechnik und vermummten sich. Im Bereich Steindamm/Lohmühlenstraße entwendeten Personen Absperrelemente und entzündeten damit ein Kleinfeuer innerhalb der Versammlung.
Im weiteren Verlauf richteten sich die Angriffe zunehmend gegen die Einsatzkräfte. Polizisten wurden wiederholt mit Steinen, Böllern und weiteren Gegenständen beworfen. Auch Flaschen flogen in Richtung der Beamten. Die Polizei setzte Zwangsmittel ein. Um 16:56 Uhr beendete der Versammlungsleiter den Aufzug vorzeitig.
Doch damit beruhigte sich die Lage nicht. Ehemalige Versammlungsteilnehmer versuchten anschließend an mehreren Stellen, Gegenstände auf die Fahrbahn zu ziehen und diese anzuzünden. Die Polizei unterband die Versuche und kontrollierte zahlreiche Personengruppen in St. Georg.