Einsatzkräfte der Verfügungseinheit in Bützfleth Foto: Privat
Mehrere Polizeieinsätze haben am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag den Landkreis Stade beschäftigt. In Bützfleth eskalierte ein Familienstreit, in Himmelpforten wurden zwei Jugendliche überfallen und in Schwinge sorgte die Meldung über einen mutmaßlich bewaffneten Mann für einen größeren Einsatz.
In Bützfleth kam es gegen 21 Uhr im Mühlenweg zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Familien. Auslöser waren Streitigkeiten zwischen Kindern, die bei einem Gespräch der Eltern geklärt werden sollten. Die Situation eskalierte jedoch. Nach Angaben der Polizei wurden Blumenkübel aus einem Mehrfamilienhaus auf die andere Familie geworfen, zudem soll ein Mann einem Beteiligten ins Gesicht geschlagen haben.

Foto: Privat
Im weiteren Verlauf erhielt einer der Beteiligten von einer bislang unbekannten Person eine Schusswaffe und bedrohte damit die Gegenseite, bevor er sich in seine Wohnung zurückzog. Einsatzkräfte der Polizei Stade und der Bereitschaftspolizei sicherten das Gebäude und durchsuchten die Wohnung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft. Dabei stellten die Beamten mehrere Cannabispflanzen sicher. Zwei Personen wurden bei dem Streit verletzt, ein Mann musste zur Behandlung ins Elbeklinikum gebracht werden. Die Ermittlungen wegen Bedrohung, Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz dauern an.
Bereits gegen 19.15 Uhr war es im Heckenweg in Himmelpforten zu einem bewaffneten Raub gekommen. Ein maskierter Jugendlicher verfolgte eine 15-Jährige und einen 17-Jährigen und bedrohte beide mit einer mutmaßlichen Schusswaffe. Er erbeutete zwei Mobiltelefone sowie eine Geldbörse und flüchtete anschließend zu Fuß. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Täter bislang nicht gefasst werden. Verletzt wurde niemand.

Foto: Privat
Am frühen Montagmorgen kam es außerdem in Schwinge zu einem Polizeieinsatz. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich ein Mann vermutlich in einem psychischen Ausnahmezustand. Mit einem Stuhlbein schlug er die Fensterscheibe eines Nachbarhauses ein und soll dabei ein Messer in der Hand gehalten haben. Anschließend kehrte er in seine Wohnung zurück, ohne das Messer gegen andere Personen einzusetzen.
Ein Anwohner war gegen 5.30 Uhr durch das Klirren der Scheibe geweckt worden und verständigte die Polizei. Einsatzkräfte kontrollierten den Mann wenig später. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde jedoch kein Messer mehr gefunden. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Ob weitere Maßnahmen gegen den Mann erforderlich sind, ist derzeit nicht bekannt.
