Nach einer tödlichen Schießerei in einer Mutter-Kind- und Jugendhilfeeinrichtung in der Dankersstraße sind am Montag sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter konnte wenig später nach einer Flucht mit einem grauen Mercedes-AMG GLE 43 Coupé auf der Bundesstraße 73 festgenommen werden.

Nach ersten Erkenntnissen stürmte der Mann gegen 12 Uhr ein Mehrfamilienhaus, in dem sich die Einrichtung befindet, und gab mehrere Schüsse auf die Anwesenden ab. Fünf Erwachsene starben noch am Tatort. Eine weitere Person starb im Krankenhaus. Die Zahl der Verletzten ist nach Angaben der Polizei weiterhin unklar.
Flucht im Mercedes-AMG endet mit Polizeieinsatz
Unmittelbar nach der Tat flüchtete der Verdächtige gemeinsam mit einer weiteren Person in einem grauen Mercedes-AMG GLE 43 Coupé. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein. Auf der B73 gelang es Einsatzkräften, den SUV zu stoppen. Nach ersten Informationen gaben Beamte Schüsse auf den Fluchtwagen ab, um die Weiterfahrt zu verhindern.
Der Mercedes kam mit einem zerstörten linken Hinterreifen am Straßenrand zum Stehen. Der mutmaßliche Todesschütze sowie eine weitere männliche Person wurden festgenommen. Augenzeugen berichteten, dass die Festnahme innerhalb weniger Minuten nach der Verfolgung erfolgte.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Gegen 13.45 Uhr bestätigte die Polizei, dass fünf Erwachsene bei der Tat ums Leben gekommen sind. Mehrere weitere Menschen werden mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin könne sich die Zahl der Todesopfer noch erhöhen.
Nach bisherigen Erkenntnissen befindet sich der Tatort in einer Jugendhilfeeinrichtung mit Mutter-Kind-Wohngruppen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine Mordkommission eingerichtet und untersuchen nun die Hintergründe der Tat. Angaben zum Motiv oder zur Identität des Verdächtigen machten die Ermittler zunächst nicht.
Die Dankersstraße sowie die Umgebung wurden weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Spurensicherung waren bis in die Abendstunden im Einsatz.
